Tiere
Unsere Tiere
Hinter jedem Hund steht eine Geschichte.
Manche wurden aufgegeben.
Manche sichergestellt.
Manche haben mehr erlebt, als ein Tier jemals erleben sollte.
Was sie verbindet, ist nicht ihre Vergangenheit, sondern die Chance auf eine Zukunft.
Unter unserem Schutz
Nicht jedes Tier lebt bei uns. Nicht jedes Tier wird von uns vermittelt. Doch jedes Tier auf dieser Seite steht unter unserem Schutz. Ob durch Unterbringung, medizinische Versorgung, finanzielle Unterstützung, Vermittlung oder die Zusammenarbeit mit unserem Netzwerk – wir übernehmen Verantwortung dort, wo sie gebraucht wird.
Denn Schutz beginnt nicht erst dort, wo ein Tier untergebracht ist. Er beginnt dort, wo jemand Verantwortung übernimmt.
Glossar
Primäre Verantwortung:
Das Tier steht vollständig in der Verantwortung der EIF.
Begleitende Verantwortung:
Die EIF unterstützt Finanzierung, Unterbringung oder Betreuung.
Vermittlungsbegleitung:
Die EIF unterstützt ausschließlich bei der Vermittlung.
Vertrauensfall:
In einigen Fällen können wir keine weiteren Informationen zum genauen Aufenthalt bekannt geben, um die Hunde vor ihrer Vergangenheit zu schützen.
Hyänenmann
X-Herder, geb. 2021
Status: primäre Verantwortung
Unterbringung: Hundekiez
Aufnahme: August 2025
Der Hyänenmann wurde nach behördlicher Sicherstellung in die Elena Iva Foundation aufgenommen, weil er in der vorherigen Einrichtung nicht mehr händelbar war. Zum Zeitpunkt seiner Übernahme befand er sich in einem kritischen gesundheitlichen Zustand und stellte aufgrund seiner Vorgeschichte hohe Anforderungen an sein Umfeld und sein Handling. Heute erzählt seine Geschichte bereits ein anderes Kapitel.
Mit der Zeit, der richtigen Umgebung und einer fachlich begleiteten Betreuung hat sich der Hyänenmann Schritt für Schritt stabilisiert. Er zeigt wieder Neugier auf seine Umwelt, erkundet seine Umgebung mit wachsendem Selbstvertrauen und beginnt, auch Menschen wieder Vertrauen zu schenken. Sein Weg ist noch nicht zu Ende – doch jeder Fortschritt erinnert daran, was möglich wird, wenn einem Tier die Zeit gegeben wird, die es braucht.
Henry
Malinois, geb. 2023
Status: primäre Verantwortung
Unterbringung: Hundekiez
Aufnahme: August 2025
Henry verbrachte einen Teil seines Lebens in Deutschland an einer Kette. Schließlich wurde er von einem Tierschutzverein übernommen, der ihm einen Neuanfang ermöglichen wollte.
Kurz vor dem Jahreswechsel sollte Henry in ein Tierheim umziehen. Die Aufnahme wurde jedoch abgelehnt. Ohne Alternative sollte er die Silvesternacht in einem verlassenen Bürogebäude verbringen – ohne sichere Unterbringung und ohne Perspektive.
Am 31. Dezember 2025 entschied sich die Elena Iva Foundation, Henry aufzunehmen.
Schon wenig später schien sich für ihn ein neues Kapitel zu öffnen. Henry wurde vermittelt, musste jedoch zurückkehren, weil das Zusammenleben mit dem bereits vorhandenen Hund nicht funktionierte. Nach seiner Rückkehr fiel uns ein verändertes Gangbild auf. Die tierärztliche Untersuchung brachte eine Diagnose, mit der niemand gerechnet hatte: Spondylose – im Alter von nur drei Jahren.
Henry hat weder entschieden, an einer Kette zu leben, noch trägt er Verantwortung für die Umstände, die ihn immer wieder ausbremsen. Er ist ein freundlicher, aufgeschlossener Hund, der Menschen offen begegnet und trotz seiner Geschichte das Vertrauen nicht verloren hat.
Manche Hunde brauchen keine zweite Chance, sondern endlich die erste, die wirklich bleibt.
Deshalb begleiten wir Henry auf seinem Weg – bis auch er den Ort findet, an dem er dauerhaft ankommen darf.
Sir Takeshis Castle
Shiba Inu, geb. 2018
Status: primäre Verantwortung
Unterbringung: Hundekiez
Aufnahme: November 2025
Sir TC befand sich in einer Situation, in der eine zeitnahe Sicherung notwendig wurde. Zahlreiche Einrichtungen konnten ihn aufgrund seiner Anforderungen nicht aufnehmen. Nach einem erfolglosen Versuch, ihn im Rahmen einer Sedation zu sichern und einzuschätzen, übernahm die Elena Iva Foundation seine Aufnahme.
Heute zeigt Sir TC ein deutlich differenzierteres Bild.
Er verhält sich rassetypisch, sucht keine Konflikte und begegnet Menschen freundlich, solange seine Grenzen respektiert werden. Die Erfahrungen rund um seine Sicherstellung haben Spuren hinterlassen, dennoch hat er in kurzer Zeit große Fortschritte gemacht. Mit Geduld, klarer Kommunikation und einem verlässlichen Umgang ist eine vertrauensvolle Zusammenarbeit entstanden.
Sir TC erinnert daran, wie wichtig eine fachlich fundierte Einschätzung ist – und dass hinter vorschnellen Urteilen oft ein Hund steht, der vor allem eines braucht: Menschen, die ihn verstehen.
I-Aah
Malinois, geb. 2023
Status: primäre Verantwortung
Unterbringung: Elbgebell
Aufnahme: Februar 2026
I-Aah stammt ursprünglich aus Rumänien. Gemeinsam mit seinem Halter erlebte er mehrere schwere Schicksalsschläge, die beide vor enorme Herausforderungen stellten. Über Monate wurde deutschlandweit nach einer geeigneten Unterbringung gesucht – ohne Erfolg.
Ursprünglich sollte I-Aah nur vorübergehend in unserem Netzwerk bleiben. Ziel war es, ihn fachlich einzuschätzen, zu stabilisieren und anschließend an eine geeignete Einrichtung zu übergeben. Schon nach kurzer Zeit zeigte sich jedoch, dass ein klassisches Tierheimsetting seinen Bedürfnissen nicht gerecht werden würde.
Als rassetypischer Malinois benötigt I-Aah eine klare Struktur, verlässliche Bezugspersonen und eine Umgebung, die ihm Orientierung und Sicherheit gibt. Genau dieses Umfeld hat seine Entwicklung nachhaltig verändert. Heute zeigt I-Aah ein völlig anderes Verhalten. Das zuvor ausgeprägte Aggressionsverhalten gegenüber Menschen ist nicht mehr zu beobachten. Stattdessen begegnet er seiner Umwelt deutlich ruhiger, orientiert sich an seinen Bezugspersonen und gewinnt zunehmend Sicherheit.
I-Aahs Geschichte zeigt eindrucksvoll, welchen Unterschied das richtige Umfeld, fachliche Kompetenz und Zeit für ein Tier machen können.
Banky
Flat Coated Retriever, geb. 2022
Status: begleitende Verantwortung
Unterbringung: Rudelpunkt
Aufnahme: Februar 2026
Banky sollte aufgrund mehrerer Beißvorfälle eingeschläfert werden. Für einen Hund mit seinen Anforderungen fand sich keine Einrichtung, die seine Aufnahme übernehmen konnte.Seine Geschichte steht exemplarisch für eine Entwicklung, die den Tierschutz zunehmend vor große Herausforderungen stellt: Hunde mit besonderem Betreuungsbedarf verlieren häufig ihre Perspektive – nicht zwangsläufig, weil sie unberechenbar sind, sondern weil es an geeigneten Plätzen und fachlichen Ressourcen fehlt.
Dabei ist Banky weit mehr als seine Vorgeschichte.
Er bewegt sich sicher im Alltag, ist zuverlässig abrufbar, zeigt sich lernfreudig und begegnet Menschen zunächst offen und freundlich. Auch im Kontakt mit anderen Hunden ist er sozial kompetent. Gleichzeitig benötigt er Menschen, die seine Grenzen erkennen und insbesondere im Umgang mit Ressourcen klare und verlässliche Strukturen schaffen. Wird er in diesen Bedürfnissen ernst genommen, zeigt er sich als berechenbarer und kooperativer Begleiter. Aufgrund seiner Vorgeschichte wird es Banky schwerer haben als viele andere Hunde, den passenden Platz zu finden.
Doch schwer bedeutet nicht unmöglich.
https://www.gofundme.com/f/fur-hunde-die-in-deutschland-getotet-werden
Neo
Labrador, geb. 2018
Status: begleitende Verantwortung
Unterbringung: Aktive Schnauzen
Aufnahme: Februar 2026
Für Neo schien sich zunächst eine Lösung gefunden zu haben. Er konnte in einem Tierheim aufgenommen werden, doch schon bald zeigte sich, dass das dortige Setting seinen Bedürfnissen nicht gerecht wurde. Seine Unterbringung konnte nicht fortgeführt werden. Da eine dauerhafte Finanzierung durch seine Halter nicht möglich war, stand Neo kurz davor, eingeschläfert zu werden.
Die Elena Iva Foundation hat sich entschieden, seine weitere Unterbringung finanziell zu unterstützen und ihm die Chance auf eine sichere und fachgerechte Betreuung zu ermöglichen
Neo ist ein Hund mit besonderen Ansprüchen. Er benötigt Menschen, die sein Verhalten verstehen, klare Strukturen schaffen und bereit sind, Verantwortung langfristig zu übernehmen.
Für den richtigen Platz bringt er die wichtigste Voraussetzung bereits mit: die Chance, sich weiterzuentwickeln.
Nun sucht Neo ein Zuhause, in dem er verstanden und ernst genommen wird.
https://www.gofundme.com/f/neo-fliegt-aus-dem-tierheim-seine-letzte-chance-sind-wir
Loki
Malinois, geb. 2025
Status: primäre Verantwortung
Unterbringung: fachlich versierte Pflegestelle
Aufnahme: Dezember 2025
Loki war schon als junger Hund alles andere als zurückhaltend. Typisch Malinois, mit einer Prise Thai Ridgeback, begegnete er seiner Umwelt voller Energie, Intensität und Tatendrang. Bereits als Welpe verlor er sein erstes Zuhause und fand anschließend eine Familie, die es gut mit ihm meinte. Doch auch dort zeigte sich, dass gute Absichten allein nicht immer ausreichen, um den Bedürfnissen eines Hundes gerecht zu werden.
Am Nikolaustag 2025 zog Loki zu Elena. Dort erhielt er die Zeit, die Struktur und die Möglichkeiten, sich weiterzuentwickeln. Er lernte den sozialen Umgang mit anderen Hunden, knüpfte Freundschaften und konnte sich ohne vorschnelle Bewertungen entfalten. Vor allem aber erhielt er eine fachlich fundierte Einschätzung – eine, die nicht fragte, wie er funktionieren muss, sondern welches Umfeld zu ihm passt. Im Mai 2026 begann für Loki ein neues Kapitel bei Barbara.
Dort darf er heute genau das sein, was in ihm steckt: ein intelligenter, arbeitsfreudiger Malinois, der gefördert wird und seine Fähigkeiten sinnvoll einsetzen kann. An seiner Seite lebt ein Hund, der ihm in vielerlei Hinsicht ähnelt. Gemeinsam erkunden sie die Welt, erleben Abenteuer und sorgen dafür, dass Barbara selten langweilige Tage hat.
Manchmal braucht ein Hund kein anderes Wesen – sondern den Ort, an dem seine Stärken verstanden werden.
Stulle
Malinois, geb. 2020
Status: begleitende Verantwortung
Unterbringung: Vertrauensfall
Aufnahme: Februar 2026
Stulles Halter suchte in großer Verzweiflung eine Tierarztpraxis auf, um ihn einschläfern zu lassen. Die Praxis nahm daraufhin Kontakt zu uns auf und ermöglichte so, dass Stulle eine neue Perspektive erhielt.
Aus Gründen des Schutzes von Stulle und der beteiligten Personen veröffentlichen wir weder seinen Aufenthaltsort noch weitere Details zu seiner Unterbringung. In der Vergangenheit kam es wiederholt zu unerwünschten Kontaktaufnahmen, weshalb wir hier bewusst zurückhaltend sind. Die Elena Iva Foundation unterstützt Stulles Unterbringung und finanziert sein Training. Mit der richtigen Begleitung hat er in den vergangenen Monaten eine bemerkenswerte Entwicklung gemacht. Heute zeigt er, wie viel Potenzial in ihm steckt – und hat mit dem Mantrailing sogar eine Aufgabe gefunden, die ihm Freude bereitet und sein Selbstvertrauen stärkt.
Hunde, die über lange Zeit im Chaos gelebt haben, brauchen vor allem eines: Ruhe. Ruhe, um Vertrauen zu entwickeln. Ruhe, um Neues zu lernen. Und Ruhe, um endlich einfach Hund sein zu dürfen.
Almased
Malinois, geb. 2020
Status: primäre Verantwortung
Unterbringung: Hellhound Foundation
Aufnahme: Juni 2026
Für Amazing Almased schien es keine Perspektive mehr zu geben. In einer Tierklinik sollte er eingeschläfert werden, weil weder seine Halterin noch die behandelnden Personen eine Möglichkeit sahen, ihn sicher weiter zu versorgen.
Dank des schnellen Handelns von Michael Sehr konnte die Euthanasie im letzten Moment verhindert werden. Innerhalb weniger Minuten musste jedoch eine Entscheidung getroffen und ein geeigneter Platz gefunden werden. Die Elena Iva Foundation sagte seine Aufnahme zu und organisierte gemeinsam mit der Hellhound Foundation eine vorübergehende Unterbringung. Was zunächst nur als Übergang gedacht war, entwickelte sich zu dem Ort, den Almased in diesem Moment am dringendsten brauchte.
Im Vordergrund stand nicht Training oder Vermittlung, sondern seine Gesundheit. Zunächst musste er zur Ruhe kommen, Vertrauen fassen und sich körperlich wie emotional stabilisieren. Erst danach konnte über die nächsten Schritte nachgedacht werden. Heute erinnert uns Almased daran, dass nicht jede Lösung sofort gefunden werden muss. Manchmal beginnt Veränderung genau dort, wo einem Hund zunächst einfach Zeit, Sicherheit und Geduld geschenkt werden.
Für Almased endete das Leben an diesem Tag nicht – es begann neu. Und manchmal entstehen aus den dunkelsten Momenten die schönsten Neuanfänge.
Neue Kapitel
Wir verstehen uns in erster Linie als Wegbegleiter, so lange wie nötig und so kurz wie möglich.
Nicht jedes Tier bleibt dauerhaft unter dem Schutz der Elena Iva Foundation. Unsere Aufgabe ist es, Perspektiven zu schaffen – und wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist, den Weg in ein neues Kapitel zu ermöglichen.
Hier erzählen wir die Geschichten von Tieren, die Teil unserer Arbeit waren und heute ihren Platz gefunden haben. Manche begleiteten uns nur für kurze Zeit, andere über viele Monate. Jeder einzelne von ihnen hat Spuren hinterlassen und unsere Arbeit geprägt.
Nicht alle Tiere, die wir begleiten durften, finden sich auf dieser Seite wieder. Manche Geschichten bleiben bewusst im außerhalb der Öffentlichkeit – zu ihrem Schutz, andere reichen weit in die Zeit vor der Gründung der Elena Iva Foundation zurück.
Sie alle erinnern uns daran, dass jedes Lebewesen mehr ist als der schwierigste Moment seines Lebens. Denn ihre Geschichte wurde nicht von ihrem Scheitern geprägt, sondern von den Menschen, die beschlossen haben, sie neu zu schreiben.

Watson
Watson stammt ursprünglich aus Griechenland. Seine Reise führte ihn schließlich in eine Berliner Tierarztpraxis, wo er eingeschläfert werden sollte. Seine Halter waren mit der Situation überfordert und mehrere Einschätzungen ließen vermuten, dass Watson ein schwerwiegendes Verhaltensproblem habe. Bei Elena begann für Watson ein anderer Weg. Er erhielt Zeit, klare Strukturen und die Möglichkeit, soziale Kompetenzen neu zu entwickeln. Schnell zeigte sich, dass Watson nicht "gestört" war. Er hatte lediglich Verhaltensmuster erlernt, die in seinem bisherigen Umfeld funktioniert hatten, ihm in einem neuen Leben jedoch im Weg standen. Heute lebt Watson in den Bergen – gemeinsam mit seinen Menschen, Schafen, Ziegen und einem kleinen Kind. Dort hat er nicht nur ein Zuhause gefunden, sondern einen Ort, an dem seine Stärken verstanden werden und er einfach Hund sein darf. Watsons Geschichte erinnert daran, wie vorschnell Hunde auf ihr Verhalten reduziert werden. Oft brauchen sie keine neue Persönlichkeit – sondern ein Umfeld, das ihnen erlaubt, ihre beste Seite zu zeigen.

Kaulitz
Kaulitz kam im Rahmen eines Welpenhandeleinsatzes über den Verein Animal Care e. V. zu Elena. Jahrelang war er als Zuchtrüde ausgebeutet worden. Als er für den Welpenhändler keinen wirtschaftlichen Nutzen mehr hatte, blieb er zurück – ein Hund, dessen Wert sich für seinen Besitzer allein nach seiner Funktion richtete. Als Kaulitz zu uns kam, kannte er nur wenig von der Welt. Er litt unter einem starken Parasitenbefall und musste zunächst gesundheitlich versorgt werden. Vor allem aber brauchte er Zeit, um anzukommen und das nachzuholen, was vielen Hunden selbstverständlich erscheint: Sicherheit, Fürsorge und einen unbeschwerten Alltag. Heute lebt Kaulitz genau dieses Leben. Er genießt die kleinen Dinge, entdeckt seine Umwelt mit Neugier und darf endlich einfach Hund sein.

Wish
Wish sollte in Deutschland aufgrund mehrerer Vorfälle eingeschläfert werden. Als mich der Notruf erreichte und ich die ersten Aufnahmen von ihm sah, war für mich sofort klar: Wish darf einziehen. Bei seiner Aufnahme zeigte er deutliche Unsicherheiten und Verhaltensmuster, die über lange Zeit entstanden waren. Hunde lernen aus ihren Erfahrungen – und sie spüren, wenn sie unerwünscht sind. Was oft als "Problemverhalten" beschrieben wird, ist nicht selten der Ausdruck eines Lebens, das von Unsicherheit und fehlender Orientierung geprägt war. Mit Zeit, klaren Strukturen und einem Umfeld, das ihn verstand, begann Wish Schritt für Schritt Vertrauen zu fassen. Aus dem Hund, für den keine Perspektive mehr gesehen wurde, entwickelte sich ein verlässlicher Begleiter. Heute arbeitet Wish sogar als Hobby - Rettungshund. Seine Geschichte zeigt eindrucksvoll, was möglich wird, wenn Menschen bereit sind, nicht nur das Verhalten eines Hundes zu sehen, sondern auch die Ursachen dahinter. Manchmal verändert ein einziges Ja ein ganzes Leben.

Benebub
Benebub stammt aus einer sogenannten Silberlabrador-Zucht (Qualzucht, keine anerkannte Rasse). Aufgrund seines Verhaltens sollte er in Deutschland eingeschläfert werden. An einem Sonntag übernahm Elena Benebub auf einem Parkplatz, nachdem er bereits mehrfach weitergereicht worden war. Sein ursprünglicher Züchter lehnte eine Rücknahme ab – die nächsten Welpen waren bereits geboren. Als Benebub zu uns kam, fiel schnell auf, dass sein größtes Problem nicht allein sein Verhalten war. Vielmehr befand sich sein Nervensystem in einem dauerhaften Zustand der Überforderung. Ruhe zu finden, Reize zu verarbeiten und Sicherheit zu entwickeln, fiel ihm außerordentlich schwer. Erst als diese Zusammenhänge erkannt wurden, ließ sich auch sein Verhalten besser verstehen und gezielt begleiten. Benebub erinnert daran, wie eng Verhalten, Genetik, Aufzucht und Umwelt miteinander verbunden sind. Nicht jede Auffälligkeit entsteht aus mangelndem Willen – oft ist sie Ausdruck eines Organismus, der nie gelernt hat, zur Ruhe zu kommen. Heute lebt Benebub bei einer verantwortungsbewussten Halterin, die ihn mit Geduld, Fachwissen und großer Verlässlichkeit begleitet. Sie hat ihn nie auf den schwierigsten Moment seiner Geschichte reduziert, sondern auf den Hund geschaut, der er sein kann. Manchmal verändert nicht der Hund sein Leben – sondern der Mensch, der beschließt, ihn wirklich zu verstehen. Bei Elena begann für Watson ein anderer Weg. Er erhielt Zeit, klare Strukturen und die Möglichkeit, soziale Kompetenzen neu zu entwickeln. Schnell zeigte sich, dass Watson nicht "gestört" war. Er hatte lediglich Verhaltensmuster erlernt, die in seinem bisherigen Umfeld funktioniert hatten, ihm in einem neuen Leben jedoch im Weg standen. Heute lebt Watson in den Bergen – gemeinsam mit seinen Menschen, Schafen, Ziegen und einem kleinen Kind. Dort hat er nicht nur ein Zuhause gefunden, sondern einen Ort, an dem seine Stärken verstanden werden und er einfach Hund sein darf. Watsons Geschichte erinnert daran, wie vorschnell Hunde auf ihr Verhalten reduziert werden. Oft brauchen sie keine neue Persönlichkeit – sondern ein Umfeld, das ihnen erlaubt, ihre beste Seite zu zeigen.

Tiffy & Torben
Tiffy und Torben kamen im Rahmen eines umfangreichen investigativen Einsatzes zu Elena. Beide Welpen benötigten nicht nur Sicherheit, sondern auch eine umfassende medizinische Versorgung. Torben litt unter einer schweren Ohrenentzündung. Bei Tiffy wurden persistierende Canini sowie Distichien diagnostiziert. Darüber hinaus zeigte sie bereits in jungem Alter ein Verhalten, das deutlich von Angst und Unsicherheit geprägt war und weit über das hinausging, was bei einem Welpen als normale Entwicklung zu erwarten ist. Beide konnten sich in einem sicheren Umfeld und unter Elenas schützender Hand erholen, medizinisch versorgt werden und die Zeit bekommen, die sie für ihre Entwicklung brauchten. Heute leben Tiffy und Torben in liebevollen Familien und führen das Leben, das jedem Hund von Anfang an zustehen sollte. Ihre Geschichte erinnert daran, dass Tierleid nicht nur im Verborgenen oder im Ausland entsteht. Auch in Deutschland herrschen Strukturen innerhalb des Hundehandels vor, in denen wirtschaftliche Interessen stets über das Wohl der Tiere gestellt werden. Tiffy und Torben gehören zu den Hunden, die diesen Strukturen zum Opfer gefallen sind.

Odin Groot
Odin Groot kam nach einem Hilfegesuch aus der unmittelbaren Umgebung zu Elena. Für seine fachliche Einschätzung und sein weiteres Training wurde er in einer Einrichtung untergebracht, wo er zunächst ankommen und wir ihn in Ruhe einschätzen konnten. Er begleitete Elena sogar zu Workshops und lebte so kurz mit der kleine Tiffy zusammen. Dort zeigte sich schnell, dass Odin Groot weit mehr ist als das Aggressionsverhalten, auf das er reduziert wurde. Mit klaren Strukturen, fairer Kommunikation und einer fachlich fundierten Begleitung entwickelte sich ein Umgang, der sowohl seinen Bedürfnissen als auch denen der Menschen gerecht wurde, die mit ihm zu tun haben. Gerade große Hunde mit komplexen Verhaltensweisen werden oft vorschnell beurteilt. Sie lösen Unsicherheit aus, werden gemieden oder aufgegeben – nicht, weil sie keine Perspektive hätten, sondern weil es oft an Erfahrung, Zeit oder den passenden Möglichkeiten fehlt und ausreichender Initiative für sie fehlt. Die Elena Iva Foundation betrachtet diese Hunde nicht durch die Brille ihrer unangenehmen Momente, sondern durch ihr Potenzial und als das, was sie eben sind: Hunde. Heute lebt Odin Groot ein Leben, das seiner Persönlichkeit gerecht wird – bei Menschen, die ihn verstehen.

Kevin – Graf Center Shock
Kevin sollte aufgrund der Einschätzung, er sei krankhaft aggressiv, eingeschläfert werden. In einer kalten Novembernacht erreichte Elena der Hilferuf. Gemeinsam mit allen Beteiligten gelang es, Kevin in einer kurzfristig organisierten Sicherungs- und Rettungsaktion zu übernehmen. Nach seiner Aufnahme zeigte sich schnell, dass zunächst nicht sein Verhalten, sondern seine Gesundheit im Mittelpunkt stehen musste. Kevin musste operiert werden, um wieder frei atmen zu können. Als Französische Bulldogge trägt er die gesundheitlichen Folgen einer Zuchtform, die laut Tierschutzgesetz eigentlich verboten ist: Qualzucht. An Kevins Beispiel sieht man sehr deutlich, wie sehr der Staat dem Staatsziel Tierschutz nicht gerecht wird, nicht mal in der Umsetzung der eigenen Gesetze. Diese Hunde kommen bereits mit erheblichen körperlichen Einschränkungen ins Leben. Kevin brachte auch Verhaltensbaustellen mit. Doch nicht, weil er krankhaft aggressiv war. Er hatte gelernt, Menschen auf Abstand zu halten. Nicht aus Bosheit oder Berechnung, sondern weil dieses Verhalten ihm über lange Zeit Sicherheit gegeben hatte. Was als Aggressionsverhalten deutlich wurde, war gleichzeitig eine erlernte Überlebensstrategie. Mit Geduld, klaren Strukturen und einem fairen Umgang verlor dieses Verhalten zunehmend an Bedeutung. Kevin musste nicht "geheilt" werden – er musste lernen, dass er sich auf Menschen verlassen darf. Heute lebt Kevin am Meer – gemeinsam mit seinem Frauchen, das ihn so angenommen hat, wie er ist.

Beverly
Beverly stammt ursprünglich aus Griechenland. Nach ihrer Ankunft in Deutschland verbrachte sie über einen Monat ausschließlich in einem einzelnen Zimmer. Die vermeintliche fachliche Betreuung erfolgte aus der Ferne per Videochat, während es ihren Haltern nicht gelang, mit ihr das Zimmer zu verlassen. Das Leben war für Beverly mit erheblichem Stress verbunden. Schließlich schaltete sich das Veterinäramt ein und suchte nach einer geeigneten Unterbringung. Die Elena Iva Foundation übernahm Beverly und brachte sie in einer spezialisierten Einrichtung unter, in der sie zunächst zur Ruhe kommen und in ihrem eigenen Tempo lernen durfte. Schritt für Schritt entwickelte sie Vertrauen, gewann Sicherheit und begann, sich in einer Welt zurechtzufinden, die sie zuvor vollkommen überfordert hatte. Heute lebt Beverly bei ihren Menschen, die sie mit all ihren Besonderheiten angenommen haben. Sie ist mutiger geworden, meistert den Alltag mit deutlich mehr Gelassenheit und darf ein Leben führen, das ihren individuellen Möglichkeiten entspricht. Nicht jede Grenze (Genetik) lässt sich überwinden. Aber jedes Tier verdient ein Leben, das innerhalb dieser Grenzen glücklich sein darf.

Brenda
Brenda sollte nach einem Beißvorfall mit ihrer Halterin während eines Urlaubs eingeschläfert werden. Ursprünglich stammt sie aus dem Ausland und wurde über einen Tierschutzverein nach Deutschland vermittelt. Nach dem Vorfall war jedoch weder eine Rücknahme durch den vermittelnden Verein noch eine Aufnahme in einem Tierheim möglich. Selbst eine bereits geplante Unterbringung scheiterte kurzfristig – obwohl Brenda bereits sediert für den Transport in einer Box saß, aus der sie keiner mehr rausholen konnte. Schließlich übernahm die Elena Iva Foundation ihre Aufnahme und organisierte eine Unterbringung in einer spezialisierten Einrichtung und die Sicherung, binnen weniger Stunden. Dort erhielt Brenda zunächst das, was sie am dringendsten brauchte: Zeit, Sicherheit und die Möglichkeit, ohne vorschnelle Urteile neu anzukommen. Schritt für Schritt konnte sie Vertrauen aufbauen, lernen und zeigen, dass sie weit mehr ist als die Vorfälle, auf den sie reduziert wurde. Mit der Zeit fand sich schließlich genau der Platz, den Brenda immer gebraucht hatte. Heute lebt sie bei einer verantwortungsvollen Halterin und teilt ihr Leben mit einem vierbeinigen Freund, der aus demselben Holz geschnitzt ist. Dort darf sie endlich einfach Hund sein. Brendas Geschichte steht stellvertretend für viele Hunde, die kurzfristig ihre Perspektive und dann nicht selten ihr Leben verlieren. Für uns beginnt Verantwortung oft genau dort, wo andere keine Möglichkeit mehr sehen.

Bronko, Rosi und Michel
Bronko, Rosi und Michel kamen im Alter von gerade einmal fünf Wochen zur Elena Iva Foundation. Zu diesem Zeitpunkt kämpften sie bereits um ihr Überleben. Nicht nur ihre rassebedingten gesundheitlichen Belastungen stellten sie vor große Herausforderungen. Auch der frühe Verlust ihrer Mutter und die schwere Erkrankung ihrer Ziehmutter machten die drei Welpen zu Waisen, die rund um die Uhr versorgt werden mussten. Das Tierheim, in dem sie zunächst untergebracht waren, benötigte dringend Unterstützung. Über die Sommermonate übernahm Elena die intensive Aufzucht der drei Welpen, versorgte sie Tag und Nacht und begleitete sie durch einen Lebensabschnitt, den sie ohne diese Betreuung vermutlich nicht überstanden hätten. Alle drei litten unter massivem Parasitenbefall. Bereits im Alter von vier Monaten mussten Rosi und Michel aufgrund eines schwer ausgeprägten Brachycephalensyndroms operiert werden, um ihre Atmung zu verbessern. Bis heute begleiten gesundheitliche Einschränkungen ihren Alltag. Bronko, Rosi und Michel stehen stellvertretend für eine Entwicklung, deren Folgen oft erst sichtbar werden, wenn die Welpen längst verkauft sind, aber für die Hunde immer spürbar sind. Hinter extremen Zuchtmerkmalen verbergen sich immer chronische gesundheitliche Belastungen, die ein Tier ein Leben lang begleiten. Qual- oder Defektzucht ist ein Verbrechen an den Tieren. Heute leben alle drei in liebevollen Familien. Sie werden umsorgt, medizinisch begleitet und so angenommen, wie sie sind. Doch ihre Geschichte erinnert daran, dass Fürsorge nicht die Ursache ihres Leidens beseitigt. Kein Tier sollte mit einem Körper geboren werden, der von Beginn an gegen es arbeitet. Schönheit und Profit darf niemals wichtiger sein als Gesundheit und doch leben wir in einer Gesellschaft, die das Leid und den Markt dafür, durch den kontinuierlichen regelrechten Konsum der Tiere stetig befeuert.

Tavor
Tavor wurde mehrfach über Internetportale verkauft und auf Parkplätzen an seine jeweiligen neuen Halter übergeben. Mit jedem Besitzerwechsel wuchs die Unsicherheit. Immer wieder kam es zu Beißvorfällen, bis schließlich seine Einschläferung im Raum stand. Durch eine kurzfristige Zusage konnte die Elena Iva Foundation Tavor übernehmen und ihn noch am nächsten Tag im Elbgebell unterbringen. Dort erhielt er zum ersten Mal die Möglichkeit, zur Ruhe zu kommen und ohne Zeitdruck fachlich eingeschätzt zu werden. Über einen langen Zeitraum hatte Tavor nichts kennengelernt, was Hunde für ihre Entwicklung dringend brauchen: Beständigkeit, Orientierung und verlässliche Bezugspersonen. Ständige Ortswechsel und immer neue Menschen hinterlassen Spuren – auch bei einem Hund. Nach einem zunächst gescheiterten Vermittlungsversuch fanden wir schließlich den Platz, der wirklich zu ihm passt. Heute lebt Tavor bei Menschen, die ihn verstehen und ihn nicht verändern wollen, sondern ihm den Rahmen geben, den er braucht. Dort darf er endlich der Hund sein, der er ist – und zum ersten Mal in seinem Leben wirklich ankommen. Manchmal ist Stabilität die größte Form von Hilfe, die wir einem Hund schenken können.

Tommy
Tommy kam nach einer behördlichen Sicherstellung zunächst in ein Tierheim. Aufgrund seiner Vorgeschichte wusste man nur wenig über ihn. Den Großteil seines bisherigen Lebens hatte er isoliert verbracht und kaum Gelegenheit gehabt, die Welt kennenzulernen oder Vertrauen zu Menschen aufzubauen. Um ihn in einem häuslichen Umfeld einschätzen zu können, zog Tommy zunächst zu Elena auf Pflegestelle. Dort zeigte sich schnell, dass viele seiner Herausforderungen keine Frage seines Wesens waren, sondern fehlender Erfahrungen. Tommy war nicht stubenrein, kannte den Alltag in einem Zuhause kaum und hatte große Schwierigkeiten, allein zu bleiben. Angesichts seiner Vergangenheit war das jedoch keine Überraschung. Mit seiner ruhigen und freundlichen Art machte Tommy es leicht, mit ihm zu arbeiten. Schritt für Schritt lernte er, Vertrauen zu fassen, Sicherheit zu gewinnen und sich in einem normalen Alltag zurechtzufinden. Heute lebt Tommy gemeinsam mit mehreren Hunden bei seinem Frauchen – als wäre er nie irgendwo anders gewesen. Nicht jeder Hund muss neu lernen, wer er ist. Manche müssen zum ersten Mal überhaupt lernen, wie sich ein Zuhause anfühlt.

Puschel
Puschel gehört zu den Hunden, deren Geschichte lange nachhallt. Knapp tausend Kilometer entfernt erreichte Elena ein Hilferuf. Durch entschlossenes Handeln und nach einer langen Autofahrt konnte Puschel noch rechtzeitig gesichert und vor der Euthanasie bewahrt werden. Zu diesem Zeitpunkt galt er als hochaggressiv. Doch als Puschel ankam, zeigte sich ein anderes Bild. Vor uns stand kein Hund, der die Welt beherrschen wollte, sondern ein junger Herdenschutzhund, der in seinem bisherigen Leben den Halt verloren hatte. Er lebte mit einer Fehlstellung in der Hüfte, die niemandem auffiel und befand sich in einem Zustand permanenter Anspannung. In den ersten Nächten konnte Puschel kaum schlafen. Sein Nervensystem fand keine Ruhe und er war Unsauber. Bei Elena erhielt er zum ersten Mal die Möglichkeit, einfach anzukommen. Ohne Erwartungen. Ohne Druck. Mit Zeit, klaren Strukturen und der Sicherheit, dass niemand ihn vorschnell aufgeben würde. Mit jedem Tag zeigte sich deutlicher, wer Puschel wirklich war. Ein sensibler Herdenschutzhund, der seinem Wesen entsprechend aufmerksam, eigenständig und wachsam ist – gleichzeitig aber humorvoll, neugierig und voller Lebensfreude. Nicht außergewöhnlich aggressiv, sondern einfach ein Hund, der seinem Job nachgeht und einen Rahmen brauchte. Monatelang begleitete die Elena Iva Foundation seinen Weg, bis schließlich die Menschen gefunden wurden, die wirklich zu ihm passten. Heute lebt Puschel dort, wo er endlich einfach Hund sein darf. Am liebsten verbringt er seine Tage genauso, wie man es von einem glücklichen Hund erwarten würde: mitten in einer Matschpfütze.

Sonntag
Sonntag lebte viele Jahre bei einem älteren Ehepaar. Als sein Frauchen verstarb und sein Herrchen sich nicht länger um ihn kümmern konnte, verlor er von einem Tag auf den anderen sein Zuhause. Zurück blieb ein kleiner Hund im Süden Deutschlands, für den sich zunächst keine Perspektive fand. Über unser Netzwerk konnten wir kurzfristig eine tierärztliche Untersuchung organisieren, eine fachliche Einschätzung veranlassen und Sonntag auf einer geeigneten Pflegestelle unterbringen. Dort erhielt er die medizinische Versorgung und die Zeit, die er brauchte, um sich auf sein neues Leben einzulassen. Schnell wurde deutlich, dass Sonntag nie das Problem gewesen war. Er war lediglich ein Hund, der seinen Menschen verloren hatte und dessen Welt plötzlich auseinandergebrochen war. Heute lebt Sonntag bei seiner Familie, verbringt seine Zeit am liebsten eng an der Seite seiner Menschen und begleitet sie sogar auf Reisen nach Mallorca. Einige Hunde bringen keine Päckchen mit – sie brauchen einfach nur wieder ein Zuhause und eine ehrliche Einschätzung.

Burat
Burats Halter fuhr mit ihm durch verschiedene Orte auf der Suche nach einem Platz, an dem sein kleiner Hund aufgenommen werden konnte. Über den Hilferuf einer Hundetrainerin erfuhren wir von seiner Situation und sagten seine Aufnahme umgehend zu. Als Burat zur Elena Iva Foundation kam, befand er sich in einem schlechten gesundheitlichen Zustand. Er war stark abgemagert und litt unter erheblichen Zahnerkrankungen. Entzündungen, zerstörte Zähne und Defekte im Kiefer verursachten ihm vermutlich seit langer Zeit erhebliche Schmerzen. Seine medizinische Versorgung hatte deshalb oberste Priorität. Nach einer umfassenden Operation und intensiver Nachsorge konnte Burat sich erholen und zum ersten Mal seit langer Zeit wieder unbeschwert leben. Doch sein größtes Glück wartete noch auf ihn. Heute lebt Burat bei zwei Frauen, die ihr Herz an ihn verloren haben. Dort genießt er das Leben gemeinsam mit seinen Hundefreunden – umsorgt, geliebt und endlich frei von den Schmerzen, die ihn so lange begleitet haben. Manchmal beginnt ein neues Leben nicht mit großen Veränderungen, sondern mit der Entscheidung, einem kleinen Hund noch einmal alles zu schenken, was er bisher vermissen musste.

Knöpfchen
Knöpfchen war bereits 16 Jahre alt, als sein Frauchen sich nicht länger um ihn kümmern konnte. Obwohl Alter keine Krankheit ist, wurde entschieden, ihn nicht mehr unterzubringen. Statt einer neuen Perspektive stand die Euthanasie im Raum. Als die Elena Iva Foundation von seinem Schicksal erfuhr, sagten wir seine Aufnahme sofort zu. Nach einer gründlichen tierärztlichen Untersuchung und einer umfassenden medizinischen Versorgung durfte Knöpfchen bei einer Tierärztin einziehen, die ihm nicht nur ein Zuhause, sondern auch die Chance auf einen würdevollen Lebensabend schenkte. Heute lebt Knöpfchen noch immer – lebensfroh, gut versorgt und in bemerkenswerter Verfassung. Seine Geschichte erinnert daran, dass das Alter eines Tieres niemals darüber entscheiden darf, ob sein Leben noch lebenswert ist. Nicht jedes alte Tier steht am Ende seines Lebens. Manche warten nur darauf, dass noch einmal jemand an sie glaubt.

Harry
Harry wurde aus Italien nach Deutschland vermittelt. Bereits am ersten Abend kam es zu einem Beißvorfall mit seiner neuen Halterin, woraufhin er sein Zuhause unmittelbar wieder verlor. Da eine Rücknahme durch den vermittelnden Verein nicht erfolgte und als einzige Lösung ein Rücktransport nach Italien im Raum stand, übernahm die Elena Iva Foundation seine Aufnahme. Bei seiner Ankunft zeigte Harry ein ausgeprägtes hypersexuelles Verhalten und litt unter einer erheblich vergrößerten Prostata. Hinzu kam, dass er zuvor als Deckrüde eingesetzt worden war – Erfahrungen, die sowohl körperliche als auch verhaltensbiologische Spuren hinterlassen hatten. Zunächst zog Harry auf den Hundekiez, später auf eine Pflegestelle zu Finn. Dort erhielt er die medizinische Versorgung, die er dringend benötigte, sowie die Zeit und Begleitung, um zur Ruhe zu kommen und neue Erfahrungen zu sammeln. Mit der Verbesserung seines gesundheitlichen Zustands veränderte sich auch sein Verhalten. Schritt für Schritt entwickelte sich aus dem Hund, der bereits nach einem einzigen Tag als nicht vermittelbar galt, ein freundlicher und unauffälliger Begleiter. Heute lebt Harry bei seinen Menschen und genießt genau das Leben, das ihm so lange verwehrt geblieben ist. Hunde brauchen keine neue Persönlichkeit. Oftmals brauchen sie zuerst medizinische Hilfe, Verständnis und Menschen, die bereit sind, hinter das Verhalten zu schauen.

Zoe, ihre Welpen und Paul und Hannah
Im Rahmen eines von der Elena Iva Foundation initiierten und koordinierten Einsatzes konnten mehrere Hunde aus einer tierschutzrelevanten Situation übernommen und versorgt werden. Für Paul und Hannah übernahm die Elena Iva Foundation die notwendigen Tierarztkosten. Zoe durfte gemeinsam mit ihren Welpen in das Tierheim Henstedt-Ulzburg ziehen, wo sie bis heute auf ein Zuhause wartet. Alle Hunde befanden sich in einem schlechten gesundheitlichen Zustand und litten unter einem massiven Milbenbefall. Besonders kritisch war die Situation von Zoe, die sich bei ihrer Sicherstellung bereits in einem lebensbedrohlichen Zustand befand. Was diese Hunde verbindet, ist nicht nur ihr Schicksal, sondern auch ihre Vorgeschichte. Sie waren ursprünglich über Tierschutzvereine aus dem Ausland nach Deutschland vermittelt worden und verloren ihre Perspektive, als sie nicht den Erwartungen entsprachen oder ihre Haltung scheiterte. Die Elena Iva Foundation versteht ihre Verantwortung dort in erster Linie nicht als Kritik an einzelnen Organisationen, sondern als Verpflichtung gegenüber den Tieren und als eine Mahnung. Denn unabhängig davon, wie eine Geschichte beginnt, darf kein Tier ohne Perspektive zurückbleiben. Tierschutz beginnt und endet nicht mit einer Vermittlung. Er beginnt dort, wo Verantwortung dauerhaft übernommen wird.

Maila
Maila stammt ursprünglich aus Griechenland und wurde nach Deutschland vermittelt. Einige Zeit später veränderten sich die Lebensumstände ihrer Familie, sodass sie dort nicht bleiben konnte. Da eine Rücknahme durch den vermittelnden Verein nicht möglich war, übernahm die Elena Iva Foundation ihre Aufnahme und organisierte ihre Unterbringung auf dem Hundekiez. Dort erhielt Maila die Zeit, medizinische Versorgung und die Ruhe, die sie für einen gelungenen Neustart benötigte. Nach einer sorgfältigen Einschätzung und der passenden Vorbereitung konnte schließlich genau der Platz gefunden werden, der ihren Bedürfnissen entsprach. Heute lebt Maila bei ihren Menschen und genießt ein Leben, das von Sicherheit, Beständigkeit und Vertrauen geprägt ist. Nicht jede Geschichte beginnt tragisch. Manche zeigen einfach, wie wichtig es ist, Verantwortung zu übernehmen, wenn ein Tier sie braucht.

Arno
Arno sollte aufgrund seines Verhaltens eingeschläfert werden. Die Elena Iva Foundation sagte seine Aufnahme zu und gab ihm die Möglichkeit, neu anzukommen. Schon bei seiner Aufnahme zeigte sich, dass zunächst seine Gesundheit im Mittelpunkt stehen musste. Arno litt unter einer schweren Zahnerkrankung, die vermutlich bereits über längere Zeit erhebliche Schmerzen verursachte. Seine medizinische Versorgung hatte daher oberste Priorität. Mit der Behandlung, einem verlässlichen Umfeld und der Zeit, die er brauchte, entwickelte sich Arno Schritt für Schritt weiter. Was zunächst als unlösbares Problem erschien, erwies sich als Hund, der verstanden und angemessen begleitet werden wollte. Heute lebt Arno bei Menschen, die ihn so annehmen, wie er ist. Er hat seinen Platz gefunden und darf endlich das Leben führen, das ihm lange verwehrt geblieben war. Manchmal verändert sich nicht der Hund – sondern die Bedingungen, unter denen er leben darf.

Bloody Mary
Bloody Mary wurde von einem anderen Tierschutzverein aus Rumänien nach Deutschland gebracht. Kurz nach ihrer Ankunft zeigte sich jedoch, dass sie deutlich mehr Unterstützung benötigte als zunächst angenommen. Schließlich übernahm die Elena Iva Foundation ihre Versorgung. Erst nach ihrer Aufnahme wurde das tatsächliche Ausmaß ihres gesundheitlichen Zustands sichtbar. Bloody Mary litt unter einer schweren, blutigen Blasenentzündung und einer gebrochenen Pfote – Verletzungen und Erkrankungen, über die wir im Vorfeld nicht informiert worden waren. Für ihre medizinische Versorgung investierten wir rund 3.000 Euro. Anschließend konnte sie sich in einer Quarantänestation in Ruhe erholen. Dort erhielt sie nicht nur die notwendige tierärztliche Behandlung, sondern auch Zeit, Sicherheit und die Möglichkeit, Schritt für Schritt Vertrauen zu entwickeln und das Leben neu kennenzulernen. Als ihre Genesung abgeschlossen war, begann für Bloody Mary ein neuer Lebensabschnitt. Heute lebt sie in einem liebevollen Zuhause, in dem sie die Zukunft bekommen hat, die ihr lange verwehrt blieb. Ihre Geschichte zeigt, dass Verantwortung nicht mit einem Transport endet. Sie beginnt dort, wo ein Tier die Unterstützung erhält, die es tatsächlich braucht.
Behördliche Sicherstellungen / Vertrauliche Fälle
Manche Tiere gelangen nicht durch eine gewöhnliche Abgabe zu uns. Sie werden im Rahmen behördlicher Maßnahmen sichergestellt oder befinden sich in laufenden Verfahren. Aus rechtlichen oder tierschutzrelevanten Gründen können wir diese Tiere häufig nicht öffentlich vorstellen oder nur eingeschränkt Informationen veröffentlichen. Dennoch erhalten auch sie Schutz, Versorgung und die Zeit, die sie benötigen.
Unser Netzwerk
Kein Tier wird durch eine einzelne Person geschützt. Nachhaltiger Tierschutz entsteht durch Zusammenarbeit.
Neben unseren festen Partnern arbeiten wir mit einem Netzwerk aus Tierheimen, spezialisierten Einrichtungen, Hundetrainerinnen und Hundetrainern sowie engagierten Pflegestellen zusammen. Je nach individueller Situation übernehmen wir die Koordination, unterstützen Unterbringungen finanziell oder begleiten Tiere auf ihrem weiteren Weg – auch dann, wenn sie sich nicht unmittelbar in unserer Verantwortung befinden.
Jedes Tier stellt andere Anforderungen. Deshalb glauben wir nicht an Standardlösungen, sondern an die Zusammenarbeit mit Menschen, deren Fachwissen, Erfahrung und Engagement den entscheidenden Unterschied machen können.
Unser Netzwerk ermöglicht individuelle Perspektiven – immer mit dem Ziel, für jedes Tier den bestmöglichen Platz zu finden.
Hundekiez
Manche Partnerschaften entstehen nicht durch Verträge, sondern durch gemeinsame Werte.
Mit Feline und Sascha verbindet die Elena Iva Foundation eine langjährige Zusammenarbeit, die auf gegenseitigem Vertrauen, fachlicher Expertise und dem gemeinsamen Anspruch beruht, für jedes Tier die bestmögliche Lösung zu finden.
Der Hundekiez ist eine unserer wichtigsten Anlaufstellen für Tiere, die zunächst ankommen, eingeschätzt und stabilisiert werden müssen. Gerade bei komplexen Fällen bietet die Einrichtung den geschützten Rahmen, um Verhalten sorgfältig zu beobachten und individuelle Perspektiven zu entwickeln.
Ob kurzfristige Sicherstellung oder langfristige Unterbringung – der Hundekiez begleitet unsere Arbeit mit außergewöhnlichem Engagement, großer Flexibilität und einer fachlichen Kompetenz, auf die wir uns jederzeit verlassen können.
Die weitläufige Anlage mit Gruppen- und Einzelbereichen sowie großzügigen Auslaufflächen schafft die Voraussetzungen für eine bedarfsgerechte Betreuung. Gleichzeitig ermöglicht die ruhige Umgebung ein Umfeld, das vielen Tieren Sicherheit und Orientierung gibt.
Feline und Sascha sind ausgebildete Hundetrainer mit langjähriger Erfahrung im Umgang mit verhaltensauffälligen und anspruchsvollen Hunden. Ihre Arbeit macht den Hundekiez zu einem unverzichtbaren Partner der Elena Iva Foundation.
Elbgebell
Vertrauen entsteht durch Erfahrung.
Mit Manon verbindet die Elena Iva Foundation eine langjährige Zusammenarbeit und die gemeinsame Überzeugung, dass kein Tier auf seine schwierigsten Momente reduziert werden darf. Bei Manon leben die Hunde nicht isoliert, sondern als Teil eines strukturierten Alltags mit engem Sozialkontakt und individueller Betreuung. Dieses Umfeld ermöglicht vielen Tieren, zur Ruhe zu kommen, Vertrauen aufzubauen und soziale Kompetenzen weiterzuentwickeln.
Als ausgebildete Hundetrainerin verfügt Manon über umfassende Erfahrung im Zusammenführen unterschiedlichster Hundetypen und begleitet ihre Entwicklung mit fachlicher Präzision und großem Einfühlungsvermögen. Ergänzt wird diese Arbeit durch eine sinnvolle Auslastung, die sich an den individuellen Fähigkeiten und Bedürfnissen jedes Tieres orientiert.
Für die Elena Iva Foundation ist Elbgebell ein wichtiger Partner, wenn es darum geht, auch komplexen Fällen eine Perspektive zu geben – getragen von Kompetenz, Erfahrung und einer Haltung, die den Blick stets auf das einzelne Tier richtet.
UNTERSTÜTZUNG
Wir bringen Hunde unter, die umgebracht werden sollen.
Unsere Arbeit ist nur mit eurer Hilfe möglich. Mit eurer Spende können wir Leben retten und die Zukunft verändern.
Spendenkonto:
Elena Iva Foundation gGmbH
Kreissparkasse Köln
IBAN: DE87370502990000571050
BIC: COKSDE33XXX
kontakt@elenaivafoundation.de